Psychische Folgen einer Abtreibung

In der allgemeinen Wahrnehmung ist es wohl so, dass jede Frau, die abtreibt auch unter den Folgen der Abtreibung leidet. Aber ist das wirklich so? Was sind die psychischen Folgen einer Abtreibung und wie häufig sind diese wirklich?

Psychische Folgen einer Abtreibung

Selbstverständlich leiden einige Frauen unter den Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs. Manche kommen damit einfach nicht zurecht und fallen anschließend in ein tiefes Loch. Sie bereuen diesen Schritt zutiefst. Einige von Ihnen entwickeln psychische Erkrankungen wie Panikattacken, andere Angststörungen oder Depressionen. Manche Frauen sehen nach einem Schwangerschaftsabbruch ihr eigenes, nicht geborenes Kind in anderen Kindern. Nicht selten kommt es zu Beziehungsproblemen, vor allem wenn sich die Partner hinsichtlich der Abtreibung nicht einig waren.

Aber leiden wirklich fast alle Frauen unter einem vorgenommenen Schwangerschaftsabbruch?

Das ist natürlich nicht der Fall. Längst nicht jede Frau trägt psychische Folgen davon. Es ist jedoch normal, dass eine Frau zumindest ein wenig trauert. Die meisten sind diesen Schritt schließlich nicht leichtfertig gegangen. Diese Trauer sollte man sich auch zugestehen. Nehmen Sie sich diese Zeit für sich. Seien Sie ruhig traurig, dass dieses Kind nicht da sein darf. Dann haben Sie gute Chancen keine psychischen Folgen zu erleiden.

Woher kommt es, dass so Viele glauben, dass man nach einem Schwangerschaftsabbruch leidet?

Meiner Meinung nach liegt es daran, dass gerade Frauen, die mit einer Abtreibung nicht klar kommen, sich an die Öffentlichkeit wagen und andere Frauen davor warnen. Frauen, die trotz Ihrer Entscheidung für die Abtreibung mit sich im Reinen sind, haben wenig Grund dazu. Für Sie geht das Leben ganz normal weiter. Zudem wollen die selbsternannten Abtreibungsgegner unter allen Umständen erreichen, dass keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchgeführt werden. Dazu forcieren sie solche Geschichten. Tenor: “Jede Frau leidet an den Folgen einer Abtreibung”.

Was können Sie tun, damit Sie nicht zu den Frauen gehören, die den Schwangerschaftsabbruch bereuen?

Intensive Auseinandersetzung vor einer Abtreibung: Zunächst einmal müssen Sie sich vor Ihrer Entscheidung intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Ob die Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch fällt, sie ist in jedem Fall endgültig. Deshalb sollte sich die ungewollt schwanger gewordene Frau in sich gehen, um herauszufinden, was sie wirklich will.

Dabei sollte die Entscheidung keine reine Kopfentscheidung sein. Auch das Herz sollte dabei eine Rolle spielen. Wenn man das Kind eigentlich bekommen will, es nur deshalb abtreibt, weil man es für die vernünftigere Wahl hält, ist das Risiko groß, dass Sie damit nicht glücklich werden.

Falls Sie sich unsicher sind, sollten Sie sich einmal diese Entscheidungshilfe anschauen, die Ihnen dabei hilft, herauszufinden, was für Sie persönlich richtig ist. Klicken Sie dazu hier.

Lassen Sie sich nicht drängen: Weiterhin sollte man sich von niemandem zu einem Schwangerschaftsabbruch drängen lassen. Diese Entscheidung sollte aus Ihrem Inneren heraus getroffen werden. Falls Sie beispielsweise Ihr Partner zu einer Abtreibung drängt, machen Sie ihm klar, was das für Sie bedeutet. Gegebenenfalls sollten Sie über eine Trennung nachdenken.

Aufpassen, wenn es Ihnen psychisch nicht gut geht: Wenn es Ihnen bereits vor einer eventuellen Abtreibung schon nicht gut geht, sollte Ihnen klar sein, dass bei Ihnen das Risiko von psychischen Folgen größer ist als bei anderen. Sprechen Sie zuvor mit einem Fachmann, beispielsweise einem Psychologen darüber.

Wenn Sie bereits Mutter sind: Auch dann erscheint das Risiko psychischer Folgen größer. Schließlich identifizieren Sie sich bereits mit Ihrer Mutterrolle. Berücksichtigen Sie das bei Ihrer Entscheidung.

Fazit: Es ist bei weitem kein Muss, unter einer Abtreibung extrem zu leiden. Machen Sie sich zuvor Gedanken und treffen Sie die notwendigen (geistigen) Vorbereitungen, besorgen Sie sich dafür Hilfe in Form des zuvor genannten Ratgebers. Dann haben Sie beste Chancen, mit dem Schwangerschaftsabbruch gut zurecht zu kommen.

Tags: , , ,