Interview mit dem Autor

Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen an den Autor in Form eines kleinen Interviews. Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Abtreibung haben, zögern Sie nicht den Autor persönlich zu kontaktieren. Sie erhalten in der Regel binnen 24 Stunden eine Antwort.

Fragesteller:

Wie kommen Sie als Mann auf ein eher weibliches Thema wie Abtreibung?

Antwort:

Meine beste Freundin wurde ungewollt schwanger und wusste nicht, was sie machen sollte. Sie war erst seit kurzem mit ihrem Freund zusammen, hatte gerade ihren ersten richtigen Job angetreten und wollte zu diesem Zeitpunkt kein Kind haben. Allerdings wusste sie auch nicht, ob ein Schwangerschaftsabbruch das Richtige für sie wäre. Deshalb bat sie mich um meinen Rat.
Ihren Freund wollte sie damit noch nicht konfrontieren. Daraufhin habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Wochenlang habe ich mich mit dem Thema Abtreibung befasst, um meiner Freundin eine Hilfestellung geben zu können.

Nachdem sie mit meiner Hilfe zu einer Entscheidung gelangte, war es ihre Idee, ein Buch darüber zu schreiben, um auch anderen Frauen in dieser schwierigen Situation zu helfen. Schließlich schreibe ich schon immer gern und hatte die meisten Informationen ja bereits gesammelt.

Nachdem ich mir Bettinas Vorschlag ein paar Tage durch den Kopf habe gehen lassen, wurde ich von ihrem Enthusiamus angesteckt und entschied, einen Ratgeber zum Thema Schwangerschaftsabbruch zu verfassen.

Sie haben also sofort mit dem Schreiben angefangen?

Nein. Zuerst wollte ich wissen, wie andere Frauen über Abtreibung denken und führte viele Gespräche. Ich musste ja auch noch die Befürchtungen anderer Frauen herausfinden.

Wie denken Frauen über Abtreibung?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Frauen, die generell gegen Abtreibung sind. Auf diese Abtreibungsgegner bin ich ja auch bei meiner Recherche als erstes gestoßen. Das waren jedoch die wenigsten mit denen ich gesprochen habe.

Dann gibt es Frauen, für die ein Schwangerschaftsabbruch persönlich nicht in Frage kommt, die jedoch kein Problem damit haben, wenn andere Frauen sich zu einer Abtreibung entschließen.

Wieder andere könnten sich zumindest in verschiedenen Situationen vorstellen, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen oder würden generell abtreiben, da sie unter keinen Umständen ein Kind bekommen möchten.
Ich habe auch mit Frauen gesprochen, die bereits abgetrieben haben.

Haben diese Frauen ihre Abtreibung bereut?

Die meisten waren nach dem Schwangerschaftsabbruch froh, dass es vorbei war. Für sie war das Schlimmste, die Zeit davor.
Einige haben sich schwer mit der Entscheidung getan und wären froh über einen solchen Ratgeber gewesen, was mich sicherlich in meiner Entscheidung dieses Buch zu schreiben, bestätigt hat.
Allerdings haben sie auch ein wenig getrauert, was normal ist.

Mit zwei Frauen habe ich gesprochen, die ihre Abtreibung im Nachhinein sehr bereuen. Beide wurden mehr oder weniger zu einem Schwangerschaftsabbruch gedrängt.

Sind Sie persönlich gegen Abtreibung?

Grundsätzlich nicht, nein.

Sie finden einen Schwangerschaftsabbruch also in Ordnung?

Ich kann verstehen, dass eine Frau sich unter gewissen Umständen für die Abtreibung entscheidet.

Was sagen Sie den Abtreibungsgegnern?

Ich akzeptiere ihre Meinung zu diesem Thema. Ich kann es nachvollziehen, wenn die Abtreibungsgegner den Embryo bereits als Lebewesen bezeichnen und wenn dem so ist, ist auch die Argumentation, dass Abtreibung mit Mord gleichzusetzen ist, schlüssig.

Das muss jedoch nicht jeder so sehen. Ich verurteile es, dass mitunter versucht wird, anderen Menschen seine Meinung aufzuzwingen und dies teilweise mit unfairen Mitteln. „Wenn Du abtreibst, bist Du ein schlechter Mensch“, das ist meist die Botschaft die dahinter steckt. Dazu werden teilweise Unwahrheiten kundgetan und das finde ich nicht in Ordnung.

Zudem helfen diese Aussagen den meisten Frauen nicht weiter.

In unserer Zeit gibt es doch sichere Verhütungsmethoden. Sollten die Frauen nicht einfach besser aufpassen?

Zunächst einmal sollten nicht nur Frauen besser aufpassen, denn Verhütung sollte auch Männersache sein.
Zudem sind die Verhütungsmethoden auch heute nicht zu einhundert Prozent sicher, so dass eine Schwangerschaft trotz Verhütung immer wieder vorkommt.

Allerdings wurde in vielen Fällen ungewollter Schwangerschaft wohl nicht sorgfältig auf Verhütung geachtet. Das sollte man natürlich tun, aber jeder Mensch macht auch einmal Fehler, auch wenn nicht jeder Fehler so folgenschwer ist, wie in diesem Fall.
Wichtig ist, dass man daraus lernt und in Zukunft besser aufpasst.

Ich halte es jedoch für verwerflich, wenn Frauen immer wieder abtreiben, die Abtreibung quasi als Verhütungsmethode nutzen. Das ist nicht in Ordnung und verantwortungslos.

Was sagen Sie zu dem Argument, dass eine Abtreibung moralisch nicht zu rechtfertigen ist?

Die moralische Beantwortung dieser Frage ist schwierig und ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe diese zu beantworten. Jede Frau muss mit sich selbst ausmachen, ob sie einen Schwangerschaftsabbruch vor sich selbst rechtfertigen kann.

Ich will jedoch gerne dabei helfen, herauszufinden, was für sie persönlich die richtige Entscheidung ist. Allein darauf kommt es an.„Kann ich mit einer Abtreibung umgehen oder sollte ich nicht lieber das Kind bekommen.“

Das versuche ich mit meinem Buch zu erreichen.

Sie sagen, Sie wollen Frauen helfen. Warum geben Sie Ihr Buch nicht kostenlos ab?

Das können Sie jeden Autoren fragen, der einen Ratgeber geschrieben hat. So ziemlich jeder Schriftsteller schreibt einen Ratgeber mit der Intention, anderen Menschen bei einem Problem zu helfen. Es ist doch nicht verwerflich, für seine Arbeit Geld zu verlangen. Sie könnten auch jeden Arzt fragen, warum er seine Dienstleistung nicht kostenlos abgibt.

Letztlich hat man mit so einem Buch viel Arbeit, recherchiert, schreibt, verbessert etc. Dazu kommt, dass alles auch etwas kostet. Die Software, die Erstellung der Internetseite, Registrierung der Domain usw.

Dazu finden die meisten meiner Kunden über Anzeigen auf diese Webseite. Diese Anzeigen kosten Geld und unter dem Strich bleibt nicht mehr viel übrig.

Sie können also nicht davon leben?

*lacht*. Nein davon bin ich leider weit entfernt. Es ist jedoch schon eine Befriedigung, dass ich Frauen bei einem schwerwiegenden Problem helfen kann und dabei nicht draufzahlen muss. Die Danke-E-Mails sind mir mehr wert, als alles andere.

Zahlen Sie wirklich das Geld zurück?

Selbstverständlich! Ich stehe dafür schließlich mit meinem Namen und werde meinen Ruf sicherlich nicht aufs Spiel setzen.

Ist es nicht ungewöhnlich eine Geld-Zurück-Garantie anzubieten? Schließlich kann der Leser das Buch dennoch gelesen haben.

Ich möchte dem Käufer mit dieser Garantie die Sicherheit geben, keinen Blödsinn zu kaufen. Ich kann verstehen, dass viele Menschen zunächst davon abgeschreckt werden, ein Informationsprodukt im Internet zu kaufen.

Man hört immer wieder, dass Leute vor allem im Internet über den Tisch gezogen werden. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass ich tatsächlich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Vielleicht habe ich da einfach Glück gehabt.

Beim Kauf über das Internet ist eine gesunde Portion Skepsis sicherlich angebracht. Mit der Geld-Zurück-Garantie will ich den Lesern diese Skepsis nehmen.
Wenn die Qualität stimmt, werden die Wenigsten von dieser Garantie Gebrauch machen. Sicherlich gibt es immer das ein oder andere schwarze Schaf, das dies ausnutzt, aber damit muss man leben.

Wie ist es Ihnen möglich, sich so in eine Frau hineinzufühlen?

*lacht*. Naja, um ehrlich zu sein konnte ich mich schon immer gut in andere Menschen hineinversetzen. Vielleicht kann man das sogar als Gabe bezeichnen. Dass ich mich als Mann in eine Frau versetzen kann, mag auch daran liegen, dass ich mit einem ganzen Haufen davon aufgewachsen bin. Schließlich habe ich fünf Schwestern.

Halten Sie es nicht für hinderlich, als Mann über ein Frauenthema wie Abtreibung zu sprechen?

Überhaupt nicht. Im Gegenteil, vielleicht ist das sogar ein Vorteil. Ein Mann kann selbstverständlich genauso seine Meinung zum Thema Schwangerschaftsabbruch haben, wie eine Frau.

Zudem kann ich das Ganze vielleicht aus einer gewissen Distanz betrachten, wobei diese wohl eher darauf zurückzuführen ist, dass ich sowohl die Abtreibungsgegner als auch die Pro-Abtreibung-Fraktion verstehen kann.

Unsere letzte Frage: Warum soll man Ihr Buch kaufen?

Eine Frau sollte das Buch kaufen, wenn sie ungewollt schwanger ist und nur einen Funken Zweifel daran hat, ob sie abtreiben lassen sollte oder nicht.

Schließlich geht es hier um eine Entscheidung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Man sollte dieses Thema von allen Seiten betrachten, bevor man überstürzt eine Entscheidung trifft. Deshalb sollte man sich zuvor intensiv mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch auseinander setzen.
Auch Frauen, deren Kind behindert zur Welt kommen wird, können hier Hilfe finden.

Manche Frauen kaufen dieses Buch auch nur, weil sie sich einen Überblick über das Thema Abtreibung verschaffen möchten

 

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