Abtreibungspille

Eine Möglichkeit der Abtreibung ist die so genannte Abtreibungspille. Was im Volksmund so lapidar als Abtreibungspille bezeichnet wird, ist die medikamentöse Form des Schwangerschaftsabbruchs.

Diese Abtreibungspille ist im Übrigen nicht mit der so genannten „Pille danach“ zu verwechseln. Die „Pille danach“ ist eine nachträgliche Verhütungsmethode, welche die Einnistung des Eis in der Gebärmutter verhindern soll. Wenn sich das Ei bereits eingenistet hat, wirkt diese nicht mehr.

Bei der Abtreibungspille hingegen wird eine bereits bestehende Schwangerschaft abgebrochen.

Als Abtreibungspille wird meist das Präparat Mifegyne verwendet. Der in Mifegyne enthaltene Wirkstoff Mifepriston wirkt dem weiblichen Hormon Progesteron entgegen, welches dafür verantwortlich, dass sich das Ei in der Gebärmutter einnisten und entsprechend entwickeln kann. Dadurch stoppt die Entwicklung des Embryos und die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen. Für die betroffene Frau ist es mit einer starken Regelblutung vergleichbar.

Die Abtreibungspille ist also eine Alternative zu einem operativen Eingriff.

Ablauf der Abtreibung mittels Abtreibungspille

Zunächst einmal muss selbstverständlich ein Beratungsgespräch bei einer anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle geführt werden, wenn keine medizinische Notwendigkeit für den Schwangerschaftsabbruch besteht oder die Schwangerschaft die Folge einer Vergewaltigung ist.

Anschließend kann die Schwangere einen Termin bei einem Arzt wahrnehmen, der eine Abtreibung vornehmen darf. Zunächst findet eine Voruntersuchung statt, bei dem unter anderem ein Ultraschall gemacht wird.

Wenn einer Abtreibung durch die Abtreibungspille aus medizinischer Sicht nichts im Wege steht, so erhält die Frau beim nächsten Termin Mifegyne, die eigentliche Abtreibungspille. Danach kann sie in der Regel nach Hause gehen.

Etwa zwei Tage später nimmt die Schwangere noch ein anderes Medikament ein, welches so etwas wie Wehen auslöst. Hier bei handelt es sich um Prostaglandin. Dadurch wird der Embryo abgestoßen. Das kann ein paar Stunden dauern.

Zwei Wochen später erfolgt eine Nachuntersuchung, bei der überprüft wurde, ob die Abtreibung keine Folgen hinterlassen hat.

Abtreibungspille – Nebenwirkungen

Die Abtreibungspille ist eine ziemlich sichere Form des Schwangerschaftsabbruchs, wobei sicherlich auch Nebenwirkungen auftreten. So treten beispielsweise häufig Blutungen, Krämpfe, Übelkeit und Durchfall auf. Hin und wieder kommt es vor, dass das Medikament nicht ausreicht und eine nachträgliche Ausschabung notwendig ist.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass die Abtreibungspille nicht geeignet ist. Das ist zum Beispiel bei älteren Raucherinnen, an Asthma oder Diabetes erkrankten Frauen oder Frauen, die eine Unverträglichkeit gegen eines der Präparate aufweisen. Darüber entscheidet letztlich jedoch der behandelnde Arzt.

Abtreibung auch mit der Abtreibungspille kein Spaziergang

Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, favorisieren nicht selten die Abtreibungspille. Letztlich ist auch diese Form der Abtreibung kein Spaziergang. Schließlich wurde die Schwangerschaft in jedem Fall beendet, was manchen Frauen im Nachhinein sehr zu schaffen macht.

Damit es erst gar nicht dazu kommt, sollten Sie sich zuvor intensiv damit auseinandersetzen, ob die Abtreibung für Sie die richtige Lösung ist. Unsere Entscheidungshilfe wird Sie bei diesem Entscheidungsfindungprozess an die Hand nehmen. So wird sichergestellt, dass Sie im Nachhinein nichts bereuen müssen.

Weitere Informationen zu diesem hilfreichen Ratgeber erhalten Sie hier: Abtreibung Entscheidung

 

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